Trockentauchanzug

Trockentauchanzug für Frostbeulen

Der Trockentauchanzug ist nicht nur für Frostbeulen. Alle Taucher fürchten die Kälte. Jeder der sich darauf einlässt, hat bestimmt schon mal so richtig gefroren. Sogar im Sommer schrecken die Wassertemperaturen ab. Dabei braucht es nur die richtige Ausrüstung.

Trockentauchanzug im kalten Wasser

Trockenanzug für den ungetrübten Freizeitspaß

Ein Trockentauchanzug ist zwar vergleichsweise teurer. Die Investition lohnt sich aber in jedem Fall. Da nur Gesicht und Haare mit dem kühlen Nass in Berührung kommen, bleibt es wesentlich wärmer. Das unangenehme Frieren lässt länger auf sich warten. Bei der halbtrockenen und nassen Variante geht es meist erst wieder an Land richtig los. Die fiesen Begleiterscheinungen beim Aus- und Umziehen fallen zusätzlich aus. Völlig unabhängig der Saison, kann der Freizeitspaß in vollen Zügen genossen werden. Selbst Bergseen oder Eis bereiten überhaupt keine Probleme. Es offenbaren sich Erlebnisse, die es nur im Winter gibt.

Mehr Sicherheit durch einen Trockentauchanzug

Das größte Risiko beim Tauchen geht wohl von der Unterkühlung aus. Mit kältegelähmten Händen gelingt die Bedienung wesentlich schwerer. Die Verengung der Gefäße bürgt gefährliche Schäden, die sich meist erst später bemerkbar machen. Auch die Konzentration ist eingeschränkt, was die Reaktion in wichtigen Situationen verlangsamt. Wer zur ganzjährigen Aktivität neigt und nicht unbedingt in die Tropen verreisen möchte, braucht unbedingt einen Trockenanzug. Nass oder halbtrocken eignet sich wirklich nur für das gelegentliche Hobby im Sommer oder Urlaub. Die persönliche Sicherheit besitzt die oberste Priorität.

Wichtige Richtlinien

Bis zu einer Tiefe von 15 Metern reicht ein Halbtrockenanzug aus. In heimischen Gewässern lassen sich die meisten Pflanzen und Tiere sehr gut beobachten. Gerade an Steilwänden, die meist über 30 Meter hinaus gehen und längeren Tauchgängen ist ein Trockenanzug unabdingbar. Dabei gilt es zu bedenken, dass ein Tauchschein noch lange nicht den Ausweis über das notwendige Vermögen zur Bedienung gibt. Das Tarieren stellt wohl die größte Herausforderung. Die eingefüllte Luft muss mit der jeweiligen Tiefe abgestimmt werden. Vor dem eigenverantwortlichen Umgang ist deshalb unbedingt ein Lehrkurs zu absolvieren.

Pflege und Wartung eines Trockentauchanzuges

Selbstverständlich brauchen die aufwendigen technischen Details mehr Pflege als beim Halbtrocken- oder Nasstauchanzug. Das regelmäßige Einfetten der Reißverschlüsse und Manschetten sollte selbstverständlich sein. Eine zu feuchte Lagerung muss in jedem Fall vermieden werden. Die Eigeninitiative spart bares Geld. Ein undichter Trockenanzug kann nur noch vom fachkundigen Dienstleister repariert werden. Solch eine teure Investition von 800 bis 1500 Euro ist die Zeit und Mühe wert.

Trilaminat oder Neopren?

  • Neopren-Trockentauchanzug

    Trockentauchanzüge gibt es aus verschiedenen Materialien. Einerseits aus Neopren oder aus Trilaminat. Beim Neoprenanzug empfiehlt sich der Kauf eines „Crushed Neopren“ Anzuges. Bei herkömmlichen Neopren werden die im Material eingeschlossenen Luftblasen mit zunehmendem Wasserdruck zusammengepresst, und das Material verliert dadurch an Dicke und somit auch an Isolationseigenschaft.

    Bei Crushed Neopren ist das Material – wie der Name bereits vermuten lässt, bereits sehr stark verdichtet, so das der Anzug in jeder Tiefe mehr oder weniger gleich dick bleibt. Die Vorteile eines Neopren-Trockis bestehen in der guten Isolationseigenschaft von Neopren. So genügt bei einem Neopren-Trockentauchanzug ein leichter Unterzieher, während bei einem Trilaminat-Trockentauchanzug bei gleicher Wassertemperatur ein wesentlich dickerer Unterzieher nötig ist.

    Der Nachteil ist, wie bereits angesprochen, der mit zunehmender Tiefe ändernde Auftrieb. Dieser muss bei der Tarierung mit berücksichtigt werden. Ein weiterer Nachteil ist die Empfindlichkeit des Materials. Neopren ist sehr empfindlich gegenüber spitzen oder scharfen Genständen, und die Reparatur eines Neopren-Trockentauchanzug gestaltet sich als relativ aufwendig.

  •  Trilaminat-Trockentauchanzug

    Der Trilaminatanzug besteht aus dem sogenannten Trilaminat, einem dreifach verklebten, wasserdichten und teils auch atmungsaktiven Gewebe. Es gibt auch Tauchanzüge die zu den Trilaminat-Anzügen gezählt werden, obwohl sie genaugenommen nicht aus diesem Material bestehen. Oft wird für diese Anzüge Gummi, oder andere, teils Atmungsaktive Membran-Materialen verwendet. Deshalb werden allgemein Trockentauchanzüge die nicht aus Neopren sind, auch als Membrananzüge bezeichnet.

    Beim Trilaminat Trockentauchanzug bleibt der Auftrieb in jeder Tiefe konstant. Ein weiter Vorteil dieser Anzugsart ist ihre Robustheit. Einige Taucher geben zwar zu bedenken, dass ein Membrananzug im Gegensatz zu einem aus Neopren wesentlich anfälliger gegen Beschädigung ist, da es sich dabei ja bloss um eine „Gummitüte“ handelt. Diese Befürchtung trifft aber nur auf Modelle aus qualitativ minderwertigen Materialien zu.

    Ein guter Membran-Trockentauchanzug besteht aus sehr strapazierfähigem Gewebe. Oft wird für die äusserste Schicht des Trilaminat, wie bei Tauchjackets das extrem robuste Cordura verwendet. Es gibt auch Trockentauchanzüge bei denen Kevlar-Gewebe verklebt ist, zu kaufen. Diese sind zwar nicht kugelsicher, aber trotzdem extrem robust, und sicher nicht mit einer Gummitüte zu vergleichen. Ausserdem gestaltet sich die Reparatur eines Mebmrananzuges – falls doch mal etwas kaputt gehen sollte, wesentlich einfach als beim Neoprenanzug. Ähnlich wie bei Gummibooten gibt es fertige Reparaturkitts zu kaufen.

    Der einzige Nachteil eines Trilaminat Trockentauchanzuges stellt die nicht vorhandene Isolationsfähigkeit des Materials dar. In dieser Hinsicht ist der Membrananzug wirklich mit einer Gummitüte zu vergleichen. Dieser Nachteil lässt sich aber relativ leicht durch das Tragen eines angemessenen Unterziehers ausgleichen.

    Taucher im Trockentauchanzug
    Trilaminat Trockentauchanzug – gut zu erkennen das Luft-Auslassventil am linken Oberarm

     

    Fazit: Trockentauchanzug- Ja oder Nein?

    Wenn sie das Tauchen als reinen Feriensport in den wärmeren Tauchgewässern dieser Welt betreiben wollen, dann reicht ein Nassanzug, oder wenns doch mal ein wenig kälter wird ein Halbtrockenanzug völlig aus. Möchten sie jedoch das ganze Jahr über auch in den heimischen Gewässern tauchen, so sei ihnen der Kauf eines Trockentauchanzugs wärmstens empfohlen.

 

Unsere Empfehlungen

 

  • Cressi Trockentauchanzug Drylastic

    Günstiger Neopren-Trockentauchanzug von Cressi. Der Anzug ist aus vorgepresstem, 4mm dicken Neopren gefertigt. Die Füsslinge sind laut Hersteller extra dynamisch geformt, um einen geringen Auftrieb zu gewährleisten. Der Reissverschluss des Anzuges besteht aus Metall, und befindet sich auf dem Rücken. Der Anzug hat eine grosszügig bemessene Tasche am rechten Bein – Perfekt um Ausrüstungsgegenstände wie Ersatzmaske oder Wetnotes mit zu führen. Das Einlassventil ist schwenkbar, so das der Inflator für den Trocki von beiden Seiten angeschlossen werden kann. Ein guter Trockentauchanzug für Anfänger mit einem tollen Preis-Leistungs– Verhältnis.

    Preis: 499,00 EUR –> Update: Je nach Grösse ist der Anzug im Monet extrem reduziert,(bis zu 72%) und bereits für 190 EUR zu haben! Wir wissen nicht wie lange dieses Angebot noch steht, also lohnt sich schnelles zuschlagen! Grössentabelle gibts hier: Grössentabelle

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  • Cressi Trockentauchanzug Drylastic

    Ein Trilaminat Trockentauchanzug der Spitzenklasse! Und trotzdem relativ günstig. Der Evertec ist sehr leicht, und somit auch ein idealer Trockentauchanzug für den Urlaub. Er besitzt einen Frontreißverschluss aus Kunststoff, welcher ein selbstständiges an und ausziehen ermöglicht. An beiden Beinen ist je eine grosse Tasche angebracht, welche einfach mit Klettverschluss verschlossen werden kann. Dank dem Teleskop-Torso passt sich der Evertec jeder Oberkörperlänge an. Der Schienbeinbereich ist zusätzlich mit extrem robusten Pads verstärkt. Das Einlassventil ist schwenkbar, so dass der Inflator für den Trocki von beiden Seiten angeschlossen werden kann. Der Anzug sitzt allgemein sehr bequem und angenehm. (Wir tauchen selber mit dem Evertec, und sind begeistert) Die Füsslinge sind aus Neopren, was die Verwendung von Rockboots ermöglicht, welche Luftansammlung in den Füssen drastisch reduzieren. Die Passenden Rockboots gibt es hier: Klick. Alles in allem ein Top Trockentauchanzug mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis! Grössentabelle hier

    Preis: 949 – 1280 EUR

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Neoprenanzug

 

 

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