Atemregler

Für jeden Taucher den passenden Atemregler

Der Atemregler versorgt sie während einem Tauchgang mit dem Lebensnotwendigen Atemgas aus der Tauchflasche. Er ist neben der Tauchflasche der Elementare Ausrüstungsgegenstand, der ihnen den Vorstoss in die Unterwasserwelt ermöglicht. Desto wichtiger ist es, dass Sie wissen, auf was es beim Kauf eines guten Atemregler an kommt.

Atemregler für Taucher

Welche Arten von Atemregler gibt es?

Der Atemregler ist das Herzstück jeder Taucherausrüstung. Er ist dafür verantwortlich, dass der 200 bis 300 bar starke Druck aus der Flasche auf Umgebungsdruck heruntergeregelt wird. Die Herabsenkung des Drucks erfolgt bei den meisten Modellen in zwei Stufen: In der ersten Stufe wird der Druck auf etwa fünf bis zwölf bar herabgesenkt, in der zweiten Stufe – wahlweise dem Hauptatemregler oder dem sogenannten Oktopus – wird schließlich der Druck auf Umgebungsdruck gesenkt. Mit Kaltwasser-, Warmwasser- und Reiseregler gibt es drei verschiedene Typen von Atemreglern, die membran- oder kolbengesteuert sein können

.Atemregler sind kompensiert, das bedeutet, dass der Atemwiderstand bei sinkendem Flaschendruck nicht steigt. Kommt es zu einer Fehlfunktion, zb. durch ein Vereisen der Ventile durch niedrige Wassertemperaturen, so können diese nicht mehr schliessen, und es wird ein konstanter Luftstrom abgeblasen. Um dieser gefährlichen Situation vorzubeugen gibt es besonders kälteresistente Atemregler. Kaltwasserregler können auch bei Wassertemperaturen von unter zehn Grad Celsius, wie sie häufig in Binnengewässern vorkommen, eingesetzt werden. Warmwasserregler und Reiseregler hingegen müssen eine Mindesttemperatur von zehn Grad Celsius vorfinden.

  • Kaltwasserregler

    Bei Süßwassertauchgängen werden sogenannte Kaltwasserregler verwendet. Das liegt daran, dass sich in Seen Sprungschichten befinden, unterhalb derer die Gewässertemperaturen rapide sinken. So kann es sein, dass der Badesee im Sommer an der Oberfläche zwar eine angenehme Temperatur von 20 Grad Celsius besitzt, den Taucher in sechs Metern Tiefe jedoch bereits weniger als zehn Grad Celsius erwarten.

    Eine einfache Taucherausrüstung kommt in solch einem Fall an ihre Grenzen. Atemfrequenz und Luftdurchsatz steigen, was gepaart mit den kühlen Temperaturen zu einem Vereisen des Atemreglers führen kann. Ein kaltwassertauglicher Hauptregler sollte daher um einen separaten Reserveregler (1. Stufe, 2. Stufe, Oktopus, Mitteldruckschlauch zur Partnerversorgung, Druckmesser) ergänzt werden, der bei einem Notfall eingesetzt werden kann.

    Zwar sind die Kaltwasserregler aufwendiger konstruiert und bieten einen höheren Schutz vor einer Vereisung, eine hundertprozentige Garantie für einen reibungslosen Einsatz gibt es jedoch nicht. Umso wichtiger ist es, seine Atemreglernur nach Vorschrift und in den vorgesehenen Umgebungen einzusetzen.

    Kaltwasseratemregler zum Eistauchen

  • Warmwasserregler

    Ein Warmwasserregler kann nur bei Umgebungstemperaturen von über 10 Grad Celsius eingesetzt werden. Wer seiner Tauchleidenschaft nur im Urlaub nachgeht und gerne warme Regionen besucht, der kann sich für einen deutlich günstigerenWarmwasserregler (ab 200 Euro) entscheiden.

    Wen jedoch die Tauchleidenschaft gepackt hat, der sollte bei seiner Taucherausrüstung etwas tiefer in die Tasche greifen und sich für hochwertige Kaltwasserregler (ab 350 Euro, zum Beispiel von Apeks oder Mares) entscheiden. Kaltwasserregler lassen sich auch in wärmeren Gefilden einsetzen.

     

  • Atemregler für Reisen

    Reiseregler sind besonders leicht und können daher problemlos im Reisekoffer transportiert werden. Allerdings sind sie nur für das Tauchen in tropischen Gewässern geeignet, wo Temperaturen von mindestens zehn Grad Wassertemperatur herrschen.

Welche Qualitätsmerkmale sind beim Kauf eines Atemreglers zu beachten?

Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist natürlich die Wassertauglichkeit des Atemreglers. Die höchstmögliche Sicherheit bieten zwei getrennte Systeme mit einem Doppelventil. Hoher Luftdurchsatz sollte grundsätzlich vermieden werden, darunter fallen auch die gleichzeitige Verwendung von Atemregler und Inflator, Trockenanzug oder Octopus. Oftmals befindet sich ein Pre-Drive-Schalter an der zweiten Stufe, der ein Abblasen des Reglers an der Wasseroberfläche verhindert, wenn dieser sich nicht im Mund befinden sollte.

Ein praktisches Extra ist auch ein Hebel oder Rädchen, mit dem sich der Atemwiderstand regeln lässt (zusätzlicher Komfort in der zweiten Stufe). Der vom Hersteller angegebene Wartungsrhythmus muss dringend eingehalten werden, damit die reibungslose Funktionalität des Systems gewährleistet ist. In der Regel liegt dieser bei einem Jahr, eine Wartung kann daher immer vor dem Sommerurlaub stattfinden.

DIN oder INT Anschluss?

Wenn den nun die Wahl des Atemreglers feststeht, folgt bereits die nächste Frage: Welchen Anschluss soll den die erste Stufe haben? DIN oder INT? Wenn es um diese Frage geht, scheiden sich die Geister.

Wir geben an dieser Stelle aber eine ganz klare Empfehlung: DIN! Keine Angst, diese Empfehlung ist nicht aus der Luft gegriffen, wir können sie begründen. Im Gegensatz zu INT bei dem der Anschluss der ersten Stufe nicht(!) mit dem Flaschengewinde verschraubt wird, sondern nur durch eine Feststellschraube auf dem Bügel fixiert wird, handelt sich beim DIN-System um eine einfach Verschraubung. Der Anschluss der ersten Stufe wird in das Flaschengewinde verschraubt – Fertig. Kein grosses Drumherum um die erste Stufe wie bei INT.

Unter Druck ist eine einfache Verschraubung praktisch durch nichts mehr zu trennen. Wie auch? Das DIN – System bietet keine Angriffsfläche gegen Stösse oder Schläge, wie es der Bügel beim INT-System tut. Ein sehr kräftiger Schlag oder Stoss auf den Bügel des INT-Anschlusses könnte unter Umständen in der Lage sein, die Verbindung zu verkanten, und so zu einer Undichtigkeit führen. (Das sind rein theoretische Überlengen von uns. Weder haben wir so einen Zwischenfall erlebt noch davon gehört. Aber man muss sein Glück ja nicht herausfordern…)

Mares Abyss Atemregler
DIN-Anschluss – einfaches Gewinde
Atemregler DIN-Anschluss
Erste Stufe – DIN-Anschluss

 

 

 

 

 

Nebst dem Sicherheitstechnischen Aspekt gibt es einen weiteren, einfachen Grund der für DIN spricht: Gewicht und Grösse. Eine erste Stufe nach dem INT-Prinzip ist durch den Befestigungsbügel wesentlich schwerer und nimmt mehr Platz weg – nicht gerade Ideal für Reisen. Auch wenn in den typischen Urlaubsgefilden öfters INT-Anschlüsse verbreiteter sind, ist das kein Grund zur Sorge. Für wenig Geld bekommen sie einen Bügeladapter, der ihre DIN-erste Stufe in eine vollwertige INT-erste Stufe verwandelt. So können sie wann immer möglich, mit DIN tauchen, und falls es doch mal Probleme geben sollte einfach und unkompliziert auf INT wechseln.

Fazit

Taucher, die ihrem Hobby nur im Urlaub nachgehen, sind mit einem Warmwasser– oder Reiseregler gut bedient. Leidenschaftliche Taucher, die jede freie Minute für einen Tauchgang auch in heimischen Gefilden nutzen, müssen sich hingegen einen Kaltwasserregler anschaffen. Wir raten zum Kauf eines Reglers mit DIN-Anschluss. Dazu sollten sie auf Reisen immer einen Bügeladapter dabei haben, um ihren DIN-Anschluss schnell in einen INT-Anschluss zu verwandeln.

 

 

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